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Ausstellung in der HypoVereinsbank Berlin Friedrichstaße

Von März bis Dezember 2010 waren Arbeiten aus den Projekten “Berlin Night Shots – Berlin bei Nacht” und “Reflecting /On/ Berlin” in der Schalterhalle, der Lounge im 1. OG und in den Beratungsräumen zu sehen.

Stephanie G.C. Tkocz

1973 in Jena geboren, lebt und arbeitet die ausgebildete Photographin seit 1993 in Berlin.  Dank ihrer Vorliebe für Strukturen, in denen sich Zeitläufe und die Wechselwirkung zwischen Natur und Bauwerken manifestieren, werden häufig Orte im Bild festgehalten, die – wie der alte Tempelhofer Hafen – teilweise nur Wochen oder Monate nach den  Aufnahmen für immer verschwunden sind. Dennoch geht es selten um die reine Abbildung von Dingen, wie sie das Medium Photographie gerade im digitalen Zeitalter scheinbar nahelegt. Vielmehr nimmt Stephanie G.C. Tkocz ihren Beruf wörtlich: das “Malen mit Licht” ist Obsession, und je weniger Licht vorhanden ist, umso größer die Herausforderung, denn gerade dann offenbaren Orte die ihnen innewohnende Magie oft am deutlichsten.

Berlin Night Shots – Berlin bei Nacht

Die Dinge sind. Sie sind ganz besonders dann, wenn (fast) niemand hinschaut: nachts. Diesem heimlichen Eigenleben – der verborgenen Seele der Stadt – auf die Spur zu kommen und etwas von ihrem Zauber in die Tage der Menschen zu tragen, ist das Anliegen des Projektes “Berlin Night Shots – Berlin bei Nacht”, von dem hier erstmalig ausgewählte Arbeiten zu sehen sind (Lounge und Beratungsräume im 1. OG).

Reflecting /On/ Berlin

Da schwimmt ein Blässhuhn selbstgewiss durch den leuchtenden Herbst im Berliner Tiergarten; ein alter Verladekran gewinnt organische Formen auf der Wasseroberfläche des inzwischen verschwundenen Tempelhofer Hafens, und im Spiegel eines metallenen Briefkastens zerläuft eine hundertstel Sekunde hektischen Lebens auf dem Alexanderplatz zu amorpher Ewigkeit. Berliner Dom und Fernsehturm verlieren im leisen Geplänkel der Spreewellen alle Schwere und treiben gelöst in Schattierungen von Blau zwischen Sommernacht und dem, was wir gemeinhin als Wirklichkeit betrachten.